Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gesetze

Während der Krankheit meines Vaters gab es viel Organisatorisches zu klären. Die ganzen Gesetze sind ein regelrechter Sumpf aus Paragraphen, wo es schwer ist alles genau zu erfassen und auch zu realisieren. Durch meine Ausbildung als Steuerfachangestellte hab ich teilweise einen guten Einblick, bzw. wurde mir in der Ausbildung ein stärkerer Blick für Gesetze geschärft. So weiß ich wie man Gesetze auslegen muss, lesen muss und letztendlich auch anwenden kann. Trotzdem erscheint es mir, als sei die Einforderung des Rechts ein „Kampf gegen Windmühlen“. Ist ein Teil geklärt, kommt schon das Nächste. Im Falle meines Vaters waren es z.B. Windeln, die er laut Gesetz von der Krankenkasse bekommen sollte und die ihm zustanden. Bis die Zuzahlung der Kasse erfolgte waren 3 Briefwechsel, zwei Telefonate und drei Wochen vergangen. Wohlgemerkt wurden jegliche Kopien etc. im ersten Schreiben angefügt. Man hat den Eindruck, als würde mit Absicht alles verhindert werden, nur das man eventuell nicht zahlen muss. Man mag sich kaum ausmalen, wie mit Alten und Schwachen womöglich umgegangen wird?

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